Corona bedingt durfte ich meinen sterbenden Vater nicht im Krankenhaus besuchen

​„Ohne die Biomeditation, ohne SAM und das Gesunde Denken wäre ich völlig verzweifelt gewesen.“

Da die Ausbildung zum Biosens für mich das Beste war, was mir in meinem Leben passieren konnte, habe ich mich ohne genau darüber nachzudenken, was SAM eigentlich bedeutet, angemeldet. Obwohl ich das Gesunde Denken bereits von der Biomeditation kenne, wurde und wird es mir jetzt erst langsam bewusst, was es genau damit auf sich hat. Dankbarkeit, Vergebung und die Annahme, dachte ich, hätte ich schon etwas gelebt. Habe ich auch, aber vor allem die Dankbarkeit nicht wirklich richtig verstanden.

Dank SAM wurde mir klar, die Unzufriedenheit, das Grübeln, die Zwangsgedanken und die Suchtgedanken mich selbst schlecht zu machen, mir Vorwürfe zu machen – alles resultierend aus meinen Ängsten – waren da.

Meine Oma, die bereits verstarb als ich 11 Jahre alt war, hat immer von der Macht der Gedanken gesprochen. Diese Worte verfolgen mich schon ein ganzes Leben und ich habe sie immer damit verbunden, mir etwas Positives zu suggerieren.

Durch die SAM ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen, dass meine eigenen Gedanken so eine Macht haben und auf alles, wirklich alles, was mir passiert, Einfluss nehmen können. Für das Gute und das Schlechte. Dass alles aus meinen eigenen Gedanken entsteht, wie ich eine Situation bewerte, wie ich mich bewerte, wie ich den Nächsten bewerte… Und dass es nicht unbedingt ein böses Wort oder eine Tat braucht, sondern die Gedankenkraft das Gleiche bewirkt, Unzufriedenheit, Strafe, Schmerz und im Hintergrund wieder die Ängste.
Aus dem Nichts (Gedanken) können Krisen und Konflikte entstehen. Außerdem wurde mir klar, dass ich Niemanden mehr als Sündenbock brauche, weder mich noch einen Anderen.

Durch die SAM bin ich wesentlich gelassener, verständnisvoller und muss oft schmunzeln, dass ich mich über das Verhalten Anderer nicht mehr aufrege, sondern für mich versuche zu analysieren, was hinter seinem z.B. Frust, Wutausbruch oder seinen Worten steckt. Gelingt noch nicht so gut, aber immer etwas besser. Es arbeitet in mir und manchmal kommt am nächsten Tag oder einige Tag später ein Gedankenblitz: „Aha, das könnte die Ursache sein!“

Während der SAM Ausbildung durfte ich meinen Vater, der die letzten beiden Jahre im Seniorenheim lebte, wegen Corona nicht mehr besuchen. Ich wusste, dass er nur noch ein paar Wochen zu leben hat und ohne SAM hätte ich das sicher nicht so leicht weggesteckt, dass ich nicht mehr zu ihm durfte. Es hieß zwar Sterbende dürfe man besuchen, aber das Hausrecht ist vorgegangen und die Heimleitung hat einen Besuch verboten. So konnte ich mich nur bei den Pflegekräften nach ihm erkundigen.

Ich war erstaunlich gelassen während dieser Zeit und überraschenderweise durfte ich die letzten beiden Tage seines Lebens für jeweils 1 Stunde zu ihm. Dafür bin ich dankbar. Ohne die Biomeditation, ohne SAM und das Gesunde Denken wäre ich völlig verzweifelt gewesen, nur mit Zwangsgedanken unterwegs gewesen, gegrübelt, wäre frustriert gewesen, hätte mir das Leben schwer gemacht und die Anderen zum Sündenbock.

Mir ist klar, dass dieser Weg eine Herausforderung ist und es auch nicht leicht ist immer wachsam zu sein. Aber es ist ja auch schon ein Fortschritt, wenn man erkennt, dass man wieder neben sich stand, fremdgesteuert war.

Gelernt habe ich außerdem, dass ich mir etwas gönnen darf, dass ich mich loben und mir selbst viel Freude schenken darf. Der Weg ist das Ziel.

Und ich wünsche mir, dass die SAM in vielen Betrieben, bei vielen Menschen, in vielen Köpfen Einzug hält und diese Art von Liebe gelebt wird.

Herzlichen Dank Viktor für die von dir entwickelte Stressabbaumeditation und danke Anke und Ariane. Ihr habt die Inhalte wirklich sehr gut und souverän vermittelt.