Folgen von Kinderlähmung – chronische Schmerzen

„Wie oft hört man vom Arzt: „Damit müssen sie jetzt leben“. Ich möchte das aber nicht. Ich möchte gesund sein und bleiben.“

Leider machte ich schon sehr zeitig Bekanntschaft mit Krankheiten, denn als ich 4 Jahre alt war, erkrankte ich an der Kinderlähmung. Nach überstandener Krankheit zeigte sich, dass der Muskel am rechten Fuß, der den Fuß hochzieht, gelähmt war. Ich musste in Folge über viele Jahre, bis zu meinem 16. Lebensjahr, eine Schiene und orthopädische Schuhe tragen.

Es folgten in den Jahren mehrere Operationen, die leider nicht viel Erfolg brachten. 1969 hatte ich meine letzte Operation. Der Fuß wurde gerichtet und das untere Sprunggelenk steif gelegt. Ich brauchte keine Schiene mehr und bin danach gut und fröhlich durch mein Leben gekommen. Bis heute bin ich dem Arzt, der mich damals operiert hat, zutiefst dankbar.

Jetzt bin ich 68 und durch die jahrelange Über- und einseitige Belastung des gesunden Beines habe ich nun Beschwerden am Rücken und manchmal auch am operierten Fußgelenk. Na ja und das Alter bringt so dies und das noch mit sich.

 

Biomeditation:

Zur Biomeditation bin ich 2020 durch eine Depression gekommen, die relativ schnell, nach wenigen Sitzungen, weitestgehend aufgelöst werden konnte. Ein chronischer Husten verabschiedete sich ebenfalls relativ schnell, ein kleiner Rest blieb jedoch noch lange Zeit zurück.

Nun habe ich mich entschlossen, die Ausbildung zum Biosens zu machen. Ich wollte so gern noch mehr Gesundheit, ich wollte „heil“ werden und auch ein Mittel in der Hand haben, mit dem ich mir jederzeit auch selber helfen kann. Ich möchte gesund bleiben.

Im Laufe der Ausbildung habe ich dann lernen müssen, dass es Erfolge gibt, die sich schnell einstellen, wie die Heilung meiner Depression, andere Beschwerden aber ihre Zeit brauchen und Geduld angesagt ist. Eine gute „Übung“, denn Geduld ist etwas, was in unserer Zeit schon fast verloren gegangen ist. Alles soll bitte schnell gehen. Auch ich muss mich oft zurückholen. Dann sage ich mir immer „Gott sei Dank so und nicht schlimmer“. Dieses „Mantra“ ist mir mit der Zeit zu einem lieben und sehr hilfreichen Begleiter geworden.

Während der Meditationen ist viel passiert, aber oft anders als gedacht. So hat sich beim Behandeln untereinander der kleine „Hustenrest“, der von dem damaligen Infekt übrig geblieben ist, ganz plötzlich aufgelöst, ich habe es erst gar nicht bemerkt. Er war weg.. auf einmal weg! So ist es, wenn es einem besser geht. Selbstverständlich… und doch ein kleines Wunder.

Seit ich ins Berufsleben gegangen bin, nach dem Studium, mit 24 etwa, habe ich Beruhigungsmittel nehmen müssen, um nachts Ruhe zu finden und am Tag wieder fit zu sein. Ich hatte einen tollen Job, aber er verlangte auch viel ab und irgendwann konnte ich halt nicht mehr schlafen. Als vor 2 Jahren die Depression begann, wurden die Beruhigungsmittel durch Antidepressiva abgelöst. Vor 5 Wochen habe ich versucht, nun auch ohne Antidepressiva auszukommen. Ich habe sie einfach weg gelassen. Zu Anfang habe ich nicht durchgeschlafen, habe oft 2 Stunden und mehr nachts wach gelegen, aber ohne diese Unruhe. Und jetzt schlafe ich langsam die Nächte durch und wieder ist da morgens, wenn ich aufwache, diese Dankbarkeit.
Und wie oft mir die Worte „Gott sei Dank, so und nicht schlimmer“, schon geholfen haben, das kann sich keiner vorstellen, der es nicht auch selbst erlebt hat. Vor Wochen ist mich die Depression, die ja eigentlich schon weg schien, am Morgen nach dem Aufstehen regelrecht angesprungen. Wie ein Tier saß sie auf einmal in meinem Nacken. Wer jemals eine Depri hatte, der weiß, was ich meine. Ich bin fast in Panik geraten und habe immer nur gedacht: „Oh nein, bitte nicht!!!“ Und dann kamen mir die Worte in den Sinn „Gott sei Dank, so und nicht schlimmer“…. und immer wieder und wieder, wie ein Mantra gedacht…. und dann habe ich gemerkt, nach vielleicht einer Viertelstunde, wie sich diese negative Spannung, dieser Anflug der Depri wieder auflöst, in sich zusammensackt. Tiefe Erleichterung und wieder diese Dankbarkeit.

Ein Erlebnis noch. Ich habe mich neulich sehr geärgert über jemanden, der mich verletzt hat und das noch vor anderen. Die ganze Nacht ging es mir durch den Kopf – und gerade nachts fühlt sich alles ja noch viel schlimmer an… ich fühlte mich gar nicht gut. Und wieder das Mantra „Gott sei Dank…“, es wurde ein bisschen besser und ich bin endlich eingeschlafen. Morgens fiel mir dann das Ganze aber wieder ein und ich fühlte, wie langsam wieder ein ungutes Gefühl in mir aufstieg, bis hin zu heftigen Herzklopfen. Und da kam mir auf einmal der Gedanke, das Wort „Vergebung“ in meinen Sinn. Vergib der Person, was soll‘s, alles andere ist albern, dachte ich. Diejenige weiß sicher nichts mehr davon. Und so habe ich um Vergebung gebeten, wirklich aus tiefstem Inneren… und es tat so gut. Nach einiger Zeit löste sich das Gefühl der Demütigung, und auch das war ein befreiendes Gefühl. Der Tag war dann ein guter!

Und etwas hätte ich noch gern für immer in meinem Leben: Es gab mehrere Augenblicke nach der Biomeditation, wenn ich dann wieder zu meinem Auto ging… dann war der Körper ganz leicht, die Beine, die sonst doch oft schwer sind, habe ich nicht mehr gespürt, alles fühlte sich leicht an… die Leichtigkeit des Seins. Kein Gedanke, der stört….. schwer zu beschreiben. Ich hatte solche Augenblicke manchmal auch schon früher… sie sind so schön. Ich glaube, es ist das, wenn man sagt „Leben im Augenblick“. Aber sie vergehen immer wieder so schnell. Doch alles ist ein Weg und eines Tages wird es so sein. Aber das heißt wieder, täglich am Ball bleiben. Genauso wie mit den Fingerübungen, mit ihnen und einem Gebet beginnt seit Wochen nun mein Tag. Ein schönes Gefühl.

Was mich an dieser Methode noch so fasziniert, ist die Bezeichnung „Blockade“. Alle Krankheiten sind Blockaden. Und irgendwie gibt es einem – mir jedenfalls – das Gefühl, gegen eine Blockade kann man etwas tun. Egal, wo sie sitzt. Das Wort Krankheit ist eine anonyme Bezeichnung und so sehr negativ besetzt, oft gelten sie ja auch als unheilbar. Allein durch das Wort „Krankheit“ fühlt man sich schon irgendwie krank. Und wie oft hört man vom Arzt: „Damit müssen sie jetzt leben“. Ich möchte das aber nicht. Ich möchte gesund sein und bleiben. Ich weiß, das wird noch viel Arbeit sein, denn ich spüre immer wieder, wie fest die alten Blockaden in meinen Beinen festsitzen, Beschwerden machen und nicht gehen wollen. Aber eines Tages…. eines Tages werden sie gehen müssen.

Und damit der Alltag und die alten Gewohnheiten mich nicht wieder einholen, und ich „faul“ werde und den „Kontakt“ zur Biomeditation vielleicht verliere, habe ich mich entschlossen, dem Europäischen Berufs- und Fachverband beizutreten. K., meine Biosens, hat mich auch darin bestärkt. Sie sagt, man bekommt da so viele Informationen, die einem letztendlich helfen, immer am Ball zu bleiben.

Und wer weiß, wohin mich mein Weg noch führt!

Danke lieber Viktor!!! Danke von Herzen für die Biomeditation und all Deine lieben Worte und Hinweise.

Nun liegt es wohl an jedem von uns, den Weg weiter zu gehen.
Von Herzen – Jutila