Mehr Sanftheit und Wunschgewicht – eine harte aber liebevolle Schule

„Ich erkannte, wie mich meine alten Muster in Konflikte mit meiner Familie brachten.“

Als ich mich damals als Teilnehmerin bei SAM angemeldet habe, wusste ich noch nicht, wie sich mein Leben innerhalb eines Jahres verändern würde. Damals wusste ich nicht was SAM war, wie es wirkte – geschweige denn, was und in welchem Maße es mich, mein Leben, meine Familie/Kinder, Partnerschaft und zuletzt meine Gesundheit beeinflussen würde. Ich wusste nur eines: Ich wollte als Teilnehmer dabei sein und auch die Ausbildung zum SAM-Motivator durchführen.

So fuhr ich regelmäßig zum Seminar, um zu lernen, auf die besprochenen CD´s von Viktor zu hören, das Gelernte in den Alltag zu integrieren und mit SAM zu arbeiten. Anfänglich war es sehr schwierig, alles mit Fleiß und Disziplin umzusetzen.

Während der Ausbildung und nach der Ausbildung als SAM-Motivator erkannte ich immer häufiger, wie mich meine alten Muster in Konflikte mit meiner Familie brachten. Die alten Muster, wie sich strikt an gewisse Regeln oder damalige Erziehungsmethoden zu halten.
Dieser roter Faden, der mir nicht erlaubte, einen Schritt links oder rechts zu gehen, sondern der sich durch mein ganzes Kindheits- und Erwachsenenalter mit vielen Einschränkungen durch mein Leben zog, wollte jetzt angeschaut und verändert werden. Und so geschah es auch.

Durch meinen liebevollen Mentor, den ich als einen zweiten Vater sah, wusste ich, dass ich liebevoller und weicher werden wollte. Und mit meiner jüngsten Tochter wurde diese Möglichkeit endlich wahr. (Das heißt natürlich nicht, dass meine jüngste Tochter alles machen durfte, was sie wollte. Dennoch galt es, liebevolle Grenzen zu setzen – aber alles in Maßen.)

Meine ältesten Kinder waren es, die anfingen, mich zu kritisieren. Als wäre es mein Vater, der aus ihnen sprach. Ich wusste genau, dass ich liebevoll handeln musste, ohne sie dabei zu verletzen, denn genau mit diesen alten Mustern hatte ich sie erzogen, bis ich nun eines Besseren belehrt wurde.

Vieles begann sich zu verändern. Das genau zu erkennen, ehrlich zu sich selber zu sein, Fehler, die man über die Jahre als Perfektionist gemacht hatte, ständige Ängste, Versagensängste oder auch die Angst nicht gut genug zu sein… Das alles kam immer mehr nach oben.

Ich erkannte, dass ich Ordnung und Struktur in mir selbst aufarbeiten durfte, aber nicht nur das – ich brauchte auch den Mut, mich mit meinen Ängsten in jeglicher Form auseinander zu setzen.

Da war zum Beispiel auch das Thema Partnerschaft. Ich hatte all die Jahre nicht den Mut, mich um eine Partnerschaft zu bemühen, da ich Angst hatte, nicht gut genug zu sein oder auch abgelehnt zu werden. Das alles war ein Teil von mir – die alten Denkmuster – und genau das wollte ich nicht mehr. No risk no fun – also nahm ich all meinen Mut zusammen und meldete mich in einem Datingportal an. Anfänglich ohne Bild hatte ich 4 Dates – ein paar Tage später waren es 99 Dates, nachdem ich ein Bild von mir eingestellt hatte. Ich hatte ja mit vielem gerechnet, aber nicht damit. Dank SAM hatte ich den Mut und den festen Willen, so etwas zu tun. Ohne SAM hätte ich diese neu erworbene Erkenntnis nicht erhalten. Da der Erwartungsdruck in diesem Portal aber immer mehr wuchs und ich niemanden verletzen wollte, entschloss ich mich, wieder auszusteigen. Mir wurde bewusst, dass das Portal unheimlich viel Zeit in Anspruch nahm, die ich nicht hatte und „das Netz“ mich tatsächlich im Griff hatte. Da erkannte ich das Suchtverhalten als Manipulation oder auch Lahmlegung des Geistes. Also meldete ich mich wieder ab. Aber diesmal mit einer neuen Liebe und einigen neuen Erkenntnissen, die mein Leben bereichert hatten.

Das Thema Gesundheit spielte für mich eine große Rolle. Durch meine damalige verantwortungsvolle Arbeit in der Entwicklung wurden mein Nervensystem, Stoffwechsel und Immunsystem sehr in Anspruch genommen. Unabhängig davon hatte ich einen gesunden Appetit. Bei Frust und Enttäuschungen war mein Kühlschrank mein aller bester Freund. Der meckerte auch nicht, wenn ich zweimal zugriff.

Während meiner Ausbildung wurde mir immer bewusster, dass nur ich an meinen Essgewohnheiten etwas verändern konnte und ich somit auch die volle Verantwortung für meine Gesundheit übernehmen wollte. Also begann ich, mit der liebevollen Notwendigkeit, mir eine Fastenzeit einzuräumen.16h Fasten und 8h essen. Die 8h wurden von mir mit der Ernährungsumstellung eines sogenannten Punkteprogramms ergänzt. Da ich damals übergewichtig und mit Diabetes Typ II diagnostiziert wurde, wusste ich, dass ich jetzt etwas verändern konnte und sollte. Zucker, Kuchen, Schokolade, Torten, Kekse, jegliche Süßigkeiten, Alkohol und Wurst wurden von meiner Lebensmittelliste gestrichen. Ich ergänzte Sport in meinem Leben und wusste, dass ich es somit sicherlich schaffen würde.

Heute – also fast 5,5 Monate nach meiner SAM Ausbildung – habe ich ganze 20 kg abgenommen. Meine Zuckerwerte sind im Normalbereich, sodass ich keine Tabletten mehr einnehmen muss und meine Blutwerte sind hervorragend. Dank zwei Kolleginnen, die mich in dieser Zeit behandelt und mit aufmunternden Worten motiviert hatten, habe ich das alles schaffen können.

Während der Corona-Zeit, haben wir gemeinsam SAM- durchgeführt. Abwechselnd mit der Gesprächsführung. Auch das hat mich bei meiner Abnehm-Aktion mit vielen Erkenntnissen weitergebracht. Ohne SAM, meinen starken Willen, sowie Fleiß und Disziplin, wäre das alles nicht möglich gewesen.

Lieber Viktor, liebe Dozentinnen, ihr habt mein Leben nicht nur bereichert, sondern habt mich auch durch eine liebevolle/harte Schule gehen lassen – indem ich aus meinen alten Fehlern vieles erkennen und lernen durfte.

Durch eure unermüdliche Geduld, Liebe, Tipps und Mentoring habe ich vieles in meinem Leben positiv verändern dürfen – sodass es sich heute sehr leicht anfühlt und dafür danke ich euch von ganzem Herzen.