Nach 15 Jahren Beziehungspause fanden wir wieder zueinander

Ich suchte nicht mehr in der Ferne nach Erfüllung, sondern begann zu überlegen, was ich habe und was noch fehlt, um die richtige Richtung einschlagen zu können.“

Ich erinnere ich noch gut an meine erste Stressabbau-Meditation. In der Meditation hatte ich mir verschiedene Textstellen der CD gemerkt, wozu mir Bilder oder Begebenheiten eingefallen waren. Die wollte ich gern in der nachfolgenden Gesprächsrunde ansprechen. Nun saßen alle im Kreis, aber mein Kopf war komplett leer. Ich konnte nichts sagen.

Später nahm an der Ausbildung in der ersten SAM-Gruppe teil. In dem ersten Teil, den Viktor vortrug, rauchte mir einfach nur der Kopf. Ich begann erst beim Nacharbeiten des Seminarstoffes, etwas klarer zu werden.

An den späteren SAM-Runden mit Anke und Ariane nahm ich dann besonders aktiv teil und konnte tiefer in mich hineinblicken. Ich spürte dabei den Schmerz der Einsamkeit, die Ängste und die Unzufriedenheit in mir.

Mir ist durch die SAM noch einmal klarer geworden, dass nur ich selbst mein Leben in die Hand nehmen und es schöner und leichter machen kann, damit ich zufriedener werde. Endlich wurde mir wirklich klar, dass es egal ist, was andere darüber denken. Nur so kann ich mein Leben für mich selbst angenehmer gestalten. Ich begann zu handeln.

Ich überlegte, wie mein Leben mir besser gefallen würde. Es gelang mir, aus den Ängsten, nicht gut genug zu sein, Verlust-und Versagensängsten heraus zu kommen und mein Selbstwertgefühl zu verbessern. Ich suchte nicht mehr in der Ferne nach Erfüllung, sondern begann zu überlegen, was ich habe und was noch fehlt, um die richtige Richtung einschlagen zu können. Auch konnte ich viel besser wahrnehmen, ob die Dinge im Fluss sind, ob die Richtung passte, es meiner Seele gut ging. Wenn Dinge stagnierten, dann versuchte ich einfach etwas Anderes.

Durch die SAM habe ich erkannt, dass ich viel zu oft versucht habe, meinen Partner zu ändern, als mich an seine Eigenheiten und die Gegebenheiten anzupassen, die Dinge anzunehmen, wie sie sind und mehr Freude und Liebe einzubringen.

Ich erinnerte mich an eine frühere Meditation, in der ich mich auf einer blühenden Wiese mit blühenden Obstbäumen neben einem Landhaus sah. Ich war gerade dabei, den Tisch für meine Familie schön zu decken. Das erfüllte mich mit unendlicher Freude und Zufriedenheit. Ich hatte endlich mein Ziel vor Augen. Also überlegte ich, was ich habe und was mir noch fehlt, um diesem Glücksgefühl etwas näher zu kommen.

Mir ging der Satz „Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen.“ nicht mehr aus dem Sinn. Was mir wirklich fehlt, ist eine Familie, ein Partner. Auch sehnte ich mich sehr nach einem Garten und der Arbeit mit Pflanzen. All das hatte ich bereits früher schon gehabt.

Nach 15 Jahren Beziehungspause lud ich meinen Ex-Partner zum Essen ein. Wir verbrachten 8 Stunden auf der Terrasse des Restaurants bei bester Laune und guten Gesprächen.

Mit der Zeit konnten wir durch Dankbarkeit und Vergebung wieder aufeinander zugehen, unseren Groll auflösen und uns wieder eine gemeinsame Zukunft vorstellen. Natürlich ist das nur der Beginn eines schwierigen Weges. Es macht mir jedoch keine Angst mehr, mich den Dingen zu stellen. Ich fühle mich einfach sicherer und stabiler, freier in meinen Entscheidungen. Auch wenn es nicht leicht sein mag, ich freue mich einfach, dass mein Leben wieder im Fluss ist und eine gute Richtung nimmt. Ich springe einfach in diesen Fluss hinein und schwimme nicht mehr gegen die Strömung.

Da wir für den täglichen Arbeitsweg zu weit voneinander entfernt wohnen, hatte ich nach genau 25 Jahren den Mut, meinen vertrauten Arbeitsplatz mit dem bequemen, kurzen Arbeitsweg freiwillig aufzugeben und nun arbeite ich bereits seit 2 Wochen in einer anderen Stadt, auf der Hälfte des Weges zwischen unseren Wohnorten. Mit meinem Arbeitgeber habe ich eine geringere Arbeitszeit vereinbart, um mich künftig besser um die Dinge kümmern zu können, die mir Freude bereiten: meine Familie, der Garten, meine Tätigkeit als Biosens und hoffentlich auch bald als Stressabbau-Motivator.

In Anbetracht der kurzen Zeit, in der sich mein Leben schon so sehr durch die Erkenntnisse, die ich mit Hilfe der SAM über mich selbst gewonnen habe, verändert hat, grenzt das an ein wahres Wunder. Ich freue mich auf das, was da noch kommt.

Danke lieber Viktor, für all das Gute was du uns gibst.